Nabelschnurblutnosoden sind homöopathische Präparate, die aus potenziertem Blut der Nabelschnur hergestellt werden. Sie zählen zu den Mutter-Kind-Nosoden und werden in spezialisierten Apotheken nach den Vorgaben des Homöopathischen Arzneibuchs (HAB) individuell angefertigt.
Als Ausgangsmaterial dient eine kleine Menge Blut aus der Nabelschnur, die direkt nach der Geburt unter hygienischen Bedingungen entnommen wird. Nabelschnurblut enthält unter anderem Sauerstoff, Nährstoffe, Stammzellen und Antikörper, die für das Neugeborene von Bedeutung sind. Für die Herstellung einer Nabelschnurblutnosode wird das Blut zunächst zu einer Urtinktur verarbeitet.
Anschließend erfolgt die homöopathische Potenzierung – eine stufenweise Verdünnung und Verschüttelung –, bis die gewünschte Potenz erreicht ist. Nach diesem Verfahren enthält das Endprodukt keine nachweisbaren Mengen des ursprünglichen Blutes mehr. Nabelschnurblutnosoden können in verschiedenen Potenzen hergestellt werden, darunter D-, C- oder Q-Potenzen.
Fachlich betrachtet handelt es sich bei Nabelschnurblutnosoden um Sarkoden, da das Ausgangsmaterial aus gesundem, körpereigenem Material stammt. In der Praxis wird jedoch meist der bekanntere Begriff „Nosode“ verwendet, da er sich im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert hat.
Die Anfertigung erfolgt ausschließlich in Apotheken mit entsprechender Herstellungsberechtigung und unter strenger Einhaltung der hygienischen und pharmazeutischen Standards. Nabelschnurblutnosoden sind in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, häufig als Globuli, Tropfen oder Tabletten.
Verwandte Begriffe sind Nabelschnurblut-Globuli, Mutter-Kind-Nosoden, Sarkoden und homöopathische Blutnosoden. Durch die individuelle Herkunft des Ausgangsmaterials besitzen Nabelschnurblutnosoden einen persönlichen Bezug zum Anwender.