Eigenblut-Globuli sind homöopathische Streukügelchen, die aus potenziertem Blut der eigenen Person hergestellt werden. Sie zählen zu den isopathischen Arzneimitteln und werden in spezialisierten Apotheken nach den Vorschriften des Homöopathischen Arzneibuchs (HAB) individuell angefertigt.
Für die Herstellung wird eine kleine Menge Blut entnommen – in der Regel aus einer Vene – und unter hygienischen Bedingungen zu einer Urtinktur verarbeitet. Anschließend erfolgt die homöopathische Potenzierung, bei der das Blut stufenweise verdünnt und verschüttelt wird, bis die gewünschte Potenz erreicht ist. Das Endprodukt enthält nach diesem Verfahren keine nachweisbaren Mengen des ursprünglichen Blutes mehr.
Die fertige potenzierte Lösung wird auf neutrale Saccharosekügelchen aufgebracht, die als Trägerstoff dienen. Eigenblut-Globuli sind in verschiedenen Potenzen erhältlich, darunter D-, C- oder Q-Potenzen. Neben der Globuli-Form können sie auch als Tropfen oder Tabletten hergestellt werden.
Fachlich betrachtet handelt es sich bei Eigenblut-Globuli um Sarkoden, da das Ausgangsmaterial aus gesundem, körpereigenem Material stammt. Dennoch wird im Alltag häufig der Begriff „Nosode“ verwendet, da er geläufiger ist und im Bereich der homöopathischen Individualpräparate allgemein bekannt ist.
Verwandte Begriffe sind Eigenblutnosoden, Sarkoden, isopathische Arzneimittel und homöopathische Globuli. Die Herstellung darf ausschließlich von Apotheken mit entsprechender Erlaubnis durchgeführt werden, die alle hygienischen und pharmazeutischen Vorschriften einhalten.
Eigenblut-Globuli verbinden die individuelle Herkunft des Ausgangsmaterials mit der praktischen, geschmacksneutralen und lange haltbaren Darreichungsform der Globuli.