Muttermilch-Globuli sind homöopathische Streukügelchen, die aus potenzierter Muttermilch hergestellt werden. Sie zählen zu den Mutter-Kind-Nosoden und werden in spezialisierten Apotheken nach den Vorschriften des Homöopathischen Arzneibuchs (HAB) individuell angefertigt.
Das Ausgangsmaterial ist eine kleine Menge Muttermilch, die in der Regel kurz nach der Geburt oder in den ersten Lebenstagen entnommen wird. Muttermilch enthält neben Nährstoffen auch Antikörper, Enzyme und weitere bioaktive Substanzen, die das Neugeborene in den ersten Lebensmonaten versorgen. Für die Herstellung der Globuli wird die Milch unter hygienischen Bedingungen verarbeitet und zu einer Urtinktur aufbereitet.
Anschließend erfolgt die homöopathische Potenzierung, bei der die Urtinktur stufenweise verdünnt und verschüttelt wird, bis die gewünschte Potenz erreicht ist. Nach diesem Verfahren enthält das Endprodukt keine nachweisbaren Mengen der ursprünglichen Milch mehr.
Die potenzierte Lösung wird auf neutrale Saccharosekügelchen aufgebracht, die als Trägerstoff dienen. Muttermilch-Globuli sind in verschiedenen Potenzen erhältlich, zum Beispiel in D-, C- oder Q-Potenzen, und können alternativ auch als Tropfen oder Tabletten zubereitet werden.
Fachlich handelt es sich bei Muttermilch-Globuli um Sarkoden, da das Ausgangsmaterial aus gesundem, körpereigenem Gewebe beziehungsweise einer physiologischen Flüssigkeit stammt. In der Praxis wird jedoch häufig der geläufigere Begriff „Nosode“ verwendet, da er im Zusammenhang mit Mutter-Kind-Präparaten bekannter ist.
Verwandte Begriffe sind Muttermilch-Nosoden, Mutter-Kind-Nosoden, Sarkoden und homöopathische Globuli. Die Herstellung erfolgt ausschließlich in Apotheken mit entsprechender Herstellungsberechtigung und unter strengen hygienischen und pharmazeutischen Standards.
Muttermilch-Globuli vereinen die persönliche Herkunft des Ausgangsmaterials mit der praktischen und beliebten Darreichungsform der Globuli.